Zusatzqualifikation in Säuglings-Kleinkind-Eltern Psychotherapie (SKEPT)

Psychoanalytiker*innen sind sich seit langem sowohl der Bedeutung der frühen Kindheit für die seelische Entwicklung als auch der transgenerationalen Weitergabe innerer Erfahrungswelten bewusst. Auch Eltern wissen heute vielfach um die Wichtigkeit von guten Primärbeziehungen und einer fördernden Umwelt. Gleichzeitig erleben sie, wie komplex und fragil sich das frühe „mit dem Säugling-Sein“ gestaltet und wie schnell es entgleisen kann.

Kommen zur Unsicherheit im Umgang mit dem eigenen Säugling noch Reaktivierung unverarbeiteter eigener infantiler Erfahrungen hinzu, dann kann es schnell zu Reinszenierungen maligner Beziehungsmuster mit einer Entgleisung der frühen Interaktion kommen.
Die psychotherapeutische Arbeit in der Säuglings-Kleinkind-Eltern-Psychotherapie zielt darauf, die unbewussten Konflikte und Repräsentanzen hinter bzw. unter der Symptomatik zu erkennen und einen Therapeutischen Prozess einzuleiten, der aus der unbewussten Inszenierung und dem Teufelskreis der malignen Beziehungsgestaltung herausführt.
Es hat sich gezeigt, dass die Eltern-Säuglings-Kleinkind-Psychotherapie eine sehr effektive Behandlungsmethode darstellt, die häufig schon nach wenigen Sitzungen zu positiven Veränderungen führt.

Inhalte der Fortbildung 2022

Diese Fortbildung richtet sich an Kinder- und Jugendlichen- Psychotherapeut*innen, die Ihre Kompetenz um die Säuglings-Eltern-Kleinkind-Psychotherapie erweitern wollen.
Voraussetzung ist die Fachkunde in analytischer und / oder tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie bei Kindern und Jugendlichen sowie Erfahrungen in der Säuglingsbeobachtung.
Die Fortbildungs-Tage 1 bis 5 werden auf Video aufgezeichnet (Einverständnis der Teilnehmer*innen vorausgesetzt) und können von Teilnehmer*innen nachgeschaut werden.
In der Fortbildung enthalten ist eine Online-Einzel-Supervision (bei den Referenten: Nossmann-Denich, Stalb oder Kälble), die Sie ab Start der Fortbildung bis Ende 2023 in Anspruch nehmen können.

Tag 1: 22. Januar 2022

Theorie der Säuglingsbehandlung I

Von der Partnerschaft zur Elternschaft,
SKEPT-Behandlungskonzept I, Fallbeispiel
Referentinnen: Kälble, Noßmann-Denich, Stalb

Tag 2: 5. Februar 2022

Theorie der Säuglingsbehandlung II

SKEPT-Behandlungskonzept II,
Erstgespräch – Beendigungen, Fallbeispiel
Referentin: Noßmann-Denich

Tag 3: 19. Februar 2022

Theorie der Säuglingsbehandlung III

Die klinische Situation, Diagnostik und Behandlungsleitlinie,
Gefährdungsabschätzung, Rahmenbedingungen,
Frühe Hilfen, Fallbeispiel
Referent: Kälble

Tag 4: 2. April 2022

Theorie der Säuglingsbehandlung IV/Störungsbilder I

Der therapeutische Prozess, Schlüsseltechniken der
Intervention, postpartale Depression, psychotische
Erkrankungen, Schlafstörungen, Fallbeispiel
Referentinnen: Noßmann-Denich, Stalb

Tag 5: 9. Juli 2022

Störungsbilder II

Schrei- und Fütterstörungen,
aggressives Verhalten, Fallbeispiele
Referent: von Hofacker

Tag 6: 3. September 2022

Supervision eigener Behandlungsfälle I

Supervisorin: Hédervári-Heller

Tag 7: 5. November 2022

Supervision eigener Behandlungsfälle II

Supervisorin: von Kalckreuth

Tag 8: 17. Dezember 2022

Supervision eigener Behandlungsfälle III

Supervisor: von Hofacker

Zeiten: jeweils von 9.30 Uhr bis 17.00 Uhr

Ihre Referenten im Überblick

Ihre Referenten im Überblick

Prof. Dr. phil. Eva Hédervári-Heller
  • Analytische Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeutin (VAKJP)
  • Internationale Psychoanalytische Universität Berlin
Dr. med. Nikolaus von Hofacker
  • Kinder- und Jugendpsychiater, Psychotherapie
  • Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, München
Dr. med. Barbara von Kalkreuth
  • Fachärztin für Psychotherapeutische Medizin
  • Mitarbeiterin der Babyambulanz Freiburg
Dipl. Päd. Peter Kälble
  • Analytischer Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeut (VAKJP)
  • Mitarbeiter der Säuglingsambulanz und Ambulanzleiter IPR-AKJP Köln
  • CARE-Index Trainer
Dipl. Soz. Päd. Patrizia Noßmann-Denich
  • Analytische Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeutin (VAKJP)
  • Mitarbeiterin der Säuglingsambulanz IPR-AKJP Köln
Dipl. Päd. Heidrun Stalb
  • Analytische Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeutin (VAKJP)
  • Mitarbeiterin der Säuglingsambulanz IPR-AKJP Köln

Organisatorisches

Veranstalter:

IPR-AKJP e.V.
Auf dem Römerberg 4
50968 Köln

Veranstaltungsort:

Katholisch-Soziales-Institut
Bergstr. 26
53721 Siegburg
(https://ksi-institut.de)
Bei Bedarf kann ggf. im Tagungshaus eigenständig eine
Übernachtungsmöglichkeit hinzugebucht werden

Zeiten:

Samstags jeweils von 9.30 bis 17.00 Uhr

Kosten:

1.480,00 € (inkl. Mittagsessen und Pausenkaffee)

Anmeldung:

siehe unten

Die Fortbildung wird von der Psychotherapeutenkammer NRW anerkannt und voraussichtlich mit 64 Punkten zertifiziert.
Mindestteilnehmer*innenzahl 20 Personen

Tagungsleitung:
Diana Dossche
  • Analytische Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeutin (VAKJP)
  • Mitarbeiterin der Ausbildungsambulanz IPR-AKJP Köln

Anmeldung:

Link zur Anmeldung:

Flyer als PDF

Flyer SKEPT Zusatzqualifikation 2022

SKEPT_2022

So erreichen Sie uns:

Institut für analytische Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie e.V.

Auf dem Römerberg 4
D 50968 Köln
Tel. 0221 . 400 9717
Fax 0221 . 400 9819
mail@ipr-akjp.de

Sekretariat:

Sprechzeiten

Dienstag
15.00 – 19.30 Uhr

Mittwoch
09.00 – 13.00 Uhr

Freitag
09.00 – 11.00 Uhr

Ambulanz und Ausbildung

Ambulanz für Kinder und Jugendliche
Tel. 0221 . 400 9717

Ambulanz für Säuglinge
Tel. 0221 . 406 0759

Ausbildungsfragen
Tel. 0221 . 406 0719