Herzlich Willkommen auf der Internetseite der Institutsambulanz des Instituts für analytische Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie e.V.

Unser therapeutisches Angebot richtet sich an Säuglinge, Kinder und Jugendliche bis zum 21. Lebensjahr. Die Behandlungen finden in unserer Ausbildungsambulanz für angehender Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten statt. Die Behandlungen werden von sog. Assistenzpsychotherapeuten/innen durchgeführt. Dies ist vergleichbar mit der Behandlung von Assistenzärzten in Krankenhäusern.

In der Regel gibt es keine Wartezeiten!

Die Kosten für Diagnostik und Behandlung werden von Ihre Krankenversicherung übernommen. Alle in der Ambulanz tätigen Personen unterliegen der gesetzlichen Schweigepflicht. 

Wann hilft Psychotherapie?


Oft stehen Mütter und Väter, die psychotherapeutische Beratung suchen, vor dem Problem, dass sie das Verhalten ihres Kindes, seine Konflikte oder seine  schlechten Stimmungen nicht richtig einschätzen können. Sie fragen sich, ob die Störungen noch zu normalen Entwicklungsproblemen gehören und sich von allein auswachsen oder ob professionelle Hilfe von Außen sinnvoll und notwendig ist. Darauf kann es oft keine eindeutige Antwort geben, denn eine kindliche Entwicklung verläuft nie geradlinig und problemlos. Jedes Kind und jeder Jugendliche erlebt Phasen der Wut, Eifersucht und Unsicherheit. Angst, Trauer und Selbstzweifel gehören zur natürlichen menschlichen Konstitution. Keine Familie lebt nur in Harmonie.

Wenn aber seelische Probleme dauerhaft das Lebensgefühl des Kindes beeinträchtigen, wenn es Verhaltensauffälligkeiten zeigt, die ihm den Umgang mit anderen schon längere Zeit erheblich erschweren oder wenn es Beschwerden aufweist, für die der Arzt keine Erklärung findet, dann ist es sinnvoll, das Gespräch mit einer Kinder- und Jugendlichen- Psychotherapeutin zu suchen.

Wir geben hier eine Reihe möglicher Vorstellungsgründe an:

  • Auffallend aggressives Verhalten
  • Einnässen und Einkoten
  • Häufiges Stehlen und Lügen
  • Konzentrations- und Lernstörungen
  • Körperliche Erkrankungen wie Asthma und Neurodermitis, bei denen seelische Faktoren mitbeteiligt sein können
  • Körperliche Beschwerden ohne medizinischen Befund, z.B. häufige Kopf- und Bauchschmerzen
  • Schlafstörungen
  • Eßstörungen
  • Kontaktstörungen und ausgeprägte Beziehungskonflikte mit Gleichaltrigen
  • Anhaltende Traurigkeitsgefühle und Antriebslosigkeit
  • Selbsttötungsgedanken
  • Selbstverletzendes Verhalten (z.B. Nägelkauen, sich beißen, Haare ausreißen, Ritzen)
  • Zwangsgedanken, Zwangshandlungen oder Tics
  • Gesteigerte Ängste, Phobien, Trennungsängste.

Abb. Im Gespräch mit unserer Psychotherapeutin Frau Hadrich

Wie hilft Psychotherapie?


Die analytische und tiefenpsychologische  Psychotherapie verfügt über gut erforschte (evidenzbasierte) Heilmethoden. In der ambulanten Behandlung können die Methoden bei vielen psychosomatischen Entwicklungsstörungen und bei psychischen Erkrankungen von Säuglingen, Kindern und Jugendlichen eine Linderung und Besserung bewirken. 

Das psychoanalytische Krankheitsverständnis geht davon aus, dass  nicht  gelöste (unbewusste) innere Konflikte die Symptome krankhafter Störungen aufweisen. Diese gilt es den Patienten „zu übersetzen“, d.h. sie gemeinsam mit ihnen zu erkennen, zu besprechen und emotional verständlich zu machen. Im Austausch mit dem Therapeuten lernt der Patient, Schritt für Schritt, sich „eigene“ Problemlösungen für seine Konflikte zu erarbeiten. „Das innere Verständnis“ ist Ziel einer jeden analytischen bzw. tiefenpsychologischen Behandlung.

Wer führt die Behandlung durch?


Abb. 1 Gesamtes Ambulanzteam

Abb. 2 Ambulanzleitung


Psychotherapeuten verfügen über eine akademische Grundausbildung (in Pädagogik, Medizin oder Psychologie) und sind für Behandlungen unter Supervision zugelassen. Ihr Status und ihre Tätigkeit entsprechen denen von Ärzten in Krankenhäusern.

Bevor ein Kandidat in der Ambulanz behandeln kann, muss er den Nachweis seines theoretischen Wissens erbringen. Er muss ein einjähriges Vollzeitpraktikum (mit Schwerpunkt in stationärer psychiatrischer Tätigkeit) ablegen sowie in regelmäßigen wöchentlichen Abständen ein Jahr lang einen Säugling und seine Familie begleiten. Er/sie sollte bereits mehr als 100 Stunden Lehranalyse absolvieren, die sie/ihn durch die ganze Behandlungszeit begleitet.

Die behandelnden Kandidaten werden während der gesamten Therapie und Diagnostik von erfahrenen, staatlich anerkannten Supervisorinnen und Supervisoren betreut. Die Indikation für eine Behandlung wird von einer Lehrtherapeutin/einem Lehrtherapeuten erstellt.

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